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Neue Therapien

Neue Lasertechniken

Bei neuen Lasertherapien ("KPT-Laser", Holmium-Laser", "Green Laser" etc.) wird das BPH-Gewebe auf operativem Weg entfernt. Anstatt eines Messers wird dabei der Laser verwendet. Bei sehr hohen Temperaturen verdampft das Gewebe und macht den Harnweg frei. Dadurch wird, wie bei der herkömmlichen Operation oder bei der hochenergetischen Mikrowellentherapie, das Prostatavolumen verkleinert und das den Harnfluss behindernde Gewebe entfernt. Neuere Laserverfahren arbeiten entgegen der Operation und älteren Laserverfahren nahezu blutungsfrei.

Ihr eigentlicher Vorteil liegt deshalb in der Rekonvaleszenzzeit, die merklich herabgesetzt ist gegenüber traditionellen Verfahren und herkömmlichen Lasertechniken.

Die Sonde des Lasergeräts wird durch die Harnröhre bis an die Prostata herangeführt. Das störende Prostatagewebe wird dann vom Laser Schicht für Schicht langsam abgetragen. Eine Behandlung einer mittleren Prostata dauert etwa eine Stunde und wird vom behandelnden Arzt unter Sichtkontrolle durchgeführt. Die Behandlung erfolgt zwingendermassen unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie.

Ebenso wie bei der Hochenegetischen Mikrowellen-Therapie gibt es bedeutend weniger Nebenwirkungen als bei herkömmlichen Verfahren. Während die Mikrowellentherapie sogar ambulant möglich ist, können die Patienten bei der Lasertherapie die Klinik in der Regel nach 12 bis 24 Stunden verlassen. In beiden Fällen empfiehlt sich aber eine Nacht in der Klinik.

Das Risiko für sexuelle Beeinträchtigungen durch Nervenschädigungen ist wie bei der Mikrowellentherapie ebenfalls gering.

Der Nachteil des Lasers ist darin zu sehen, dass wie bei der herkömmlichen Methode eine Operation unter Spinalanästhesie oder Vollnarkose nötig ist. Zudem dauert die Behandlung relativ lange und erfordert viel Erfahrung und Können des behandelnden Urologen. Es gibt ebenfalls noch keine genügenden Langzeitstudien zu diesem Verfahren. Die sehr hohen Kosten von Anschaffung, Unterhalt und der Behandlung müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden.