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Therapien der Prostatitis

Für die Therapie ist es sehr wichtig, eine Unterscheidung der Form der Prostatitis zu treffen.

Akute Prostatitis

Bei einer akuten Prostatitis kann eine stationäre Behandlung notwendig sein. Es werden Antibiotika verabreicht, speziell Chinolone (bakterizid wirkende Antibiotika), gegebenenfalls Cephalosporine (Breitbandantibiotikum) und Aminoglykosid-Antibiotika . Die Dauer der Therapie sollte mindestens 4 Wochen betragen. Das ist wichtig, um der Entwicklung einer chronischen bakteriellen Prostatitis vorzubeugen. Die stationäre Behandlung ist häufig nur zu Beginn erforderlich. Die weitere Therapie erfolgt zu Hause. Der Betroffene sollte deshalb über die möglichen Folgen aufgeklärt sein, wenn er die Einnahme der Antibiotika zu früh beendet.

Chronische Prostatitis

Die Therapie der chronischen Prostatitis ist problematischer als die der akuten bakteriellen Prostatitis. Bei der chronischen bakteriellen Prostatitis wird eine Langzeittherapie mit speziellen Antibiotika durchgeführt. Die Behandlung dauert 3 bis 6 Monate. Erst nach etwa einem Jahr lässt sich feststellen, ob die Erreger vollständig vernichtet wurden. Dazu wird das Prostatasekret bakteriologisch untersucht. Finden sich dort keine Erreger, so gilt die Erkrankung als ausgeheilt.

Nichtbakterielle Prostatitis (Prostatodynie)

Die Therapie der nichtbakteriellen Prostatitis (Prostatodynie) ist schwieriger. Antibiotika sind in diesem Fall nicht notwendig, es kommen lokale Entzündungshemmer in Frage, dann auch die Mikrowellenbehandlung, und unter Umständen Alphablocker-Medikamente wie bei der BPH.

Ziel der Behandlung ist es in jedem Fall, die Beschwerden zu lindern. Dazu empfehlen sich Sitzbäder, sowie entzündungshemmende Medikamente, Anticholinergika oder Alpha-Blocker, in Akutphasen Schmerzbehandlung. Schwierig ist in diesem Zusammenhang auch, dass bei vielen Betroffenen die Grundlage ein psychosomatisches Leiden bildet, das sich „in der Prostata manifestiert". So gehören Stress, Sexualprobleme, Erwartungsängste und Probleme mit dem Partner zu den Ursachen. Psychotherapie, Stressreduktion und Biofeedback sind Mittel, die in vielen Fällen erhebliche Linderung verschaffen.

>> Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung BPH

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