So schlimm ist es nun auch wieder nicht...

Die Untersuchungsmöglichkeiten der Prostata sind recht vielfältig, aber eine Hauptfragestellung, nämlich ob die Prostata durch einen bösartigen Tumor befallen ist oder nicht, ist nach wie vor zumindest mit den nichtinvasiven Methoden wie dem Ultraschall oder der Computertomografie nur unsicher zu beantworten. Die Prostata des älteren Mannes neigt zur Knotenbildung, und es fällt schwer, mit nichtinvasiven Massnahmen gutartige von bösartigen Knoten zu unterscheiden.
Die Hauptbestandteile des Untersuchs, neben der Auswertung des IPSS Symptom-Scores bei entsprechenden Symptomen (vergleiche den Fragebogen) liegen in der Betrachtung der Prostata mit Ultraschall und der rektalen Ertastung (DRU) mit dem Finger über den Enddarm (die Prostata ist nämlich für den Arzt sonst schwer zugänglich), sowie in der Messung von Laborwerten, wie dem Prostataspezifischen Antigens (PSA), das über ein mögliches Karzinom Hinweise geben kann.
Der Arzt beurteilt mit seiner Hand die Konsistenz, Druckempfindlichkeit und Abgrenzbarkeit gegenüber dem umliegenden Gewebe.
Auf diesem Weg lassen sich etwa 40 Prozent der Drüsenoberfläche ohne grossen Aufwand untersuchen.
In Zweifelsfällen bedarf es der Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) aus der Prostata mit einer sogenannten Prostatastanze, um einen Krebs ausschliessen zu können.
Dies ist unter lokaler Betäubung schmerzfrei.
Die Größe der Prostata lässt sich
sehr viel genauer mit einem Ultraschallgerät bestimmen (TRUS).
Alle Schritte der Untersuchung sollten schmerzfrei sein.
Seit 15 Jahren steht ein Bluttest zur Verfügung, der Hinweise liefert über den allgemeinen Zustand der Prostata, der «PSA-Test». PSA steht für «Prostata-spezifisches Antigen», ein Eiweiss, das ausschliesslich von Prostatazellen produziert wird und die Aufgabe hat, Sperma flüssig zu halten. Wenig PSA gelangt immer auch ins Blut und ist dort (ausschliesslich bei Männern) stets nachweisbar. Ein Wert von bis zu vier Nanogramm (Milliardstel Gramm) pro Milliliter Blut gilt als normal, ist es mehr oder steigen die Werte im Laufe von Monaten deutlich an, dann ist mit der Vorsteherdrüse etwas nicht in Ordnung. Was genau, kann nur durch weitere Abklärungen herausgefunden werden.
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