Die Frage der Vorbeugung und Vorsorgeuntersuchung stellt sich vor allem in Hinblick auf das Prostatakarzinom, also das bösartige Prostatawachstum.
Natürlich denkt Man(n) erst an den "Kilometerservice", wenn schon etwas klappert. Das ist oft auch in Ordnung. Leider aber nicht immer. Besonders ab dem 45. - 50. Lebensjahr sollte eine Vorsorgeuntersuchung der Prostata angezeigt sein. Dies vor allem deshalb, weil das Prostatakarzinom doch relativ häufig ist und sich oft ohne Beschwerden entwickelt.
Hören Sie sich auch in Ihrer Familie um: Männer, die einen Bruder oder einen Vater haben, der ein Prostatakarzinom entwickelt hat, sind 2 - 9mal gefährdeter, diesen ebenfalls zu entwickeln.
In der Schweiz unterziehen sich etwa ein Viertel der Männer ab 45 einer Vorsorgeuntersuchung(BfS). In Oesterreich zum Beispiel ist diese Quote um einiges höher.
Die Entscheidung, ob überhaupt und was im Falle eines Karzinomverdachtes gemacht werden soll, kann danach immer noch getroffen werden.
Bei jüngeren Männern verhält sich der Prostatakrebs oft aggressiv. Entsprechend gilt es, ihn möglichst früh zu entdecken, solange die Heilungschancen noch intakt sind, also bevor sich der Krebs in den Lymphknoten und Knochen ausgebreitet hat. Falsche Scham kann hier Lebensqualität und Lebensjahre kosten!
Hierbei wird die Auffassung vertreten, dass zwar die meisten Männer mit Prostatakarzinom sterben, aber nur etwa 2% am Prostatakarzinom, weil dieses meistens langsamer wächst als der natürliche Alterungsprozess beim Mann abläuft. Urologen, die diesen Standpunkt vertreten, empfehlen ihren Patienten mit gesichertem Krebsbefund eine regelmässige Prostatauntersuchung mit PSA-Check und sonst weiter nichts als Abwarten. Nur wenn ein rapides Ansteigen des PSA-Wertes registriert wird und das Ultraschallbild deutlich wachsende Krebsstrukturen zeigt, soll gegebenenfalls eine Behandlung erfolgen.
In den weitaus meisten Fällen ist diese Handlungsweise auch durchaus gerechtfertigt. Eine halbjährliche Kontrolle ist für die bereits Betroffenen nämlich voll ausreichend, um eine plötzliche Krebsaggressivität zu erkennen, und beinhaltet dazu zeitlich sogar noch einen gewissen Sicherheitsfaktor. Eine Verdoppelung des PSA-Wertes innerhalb eines Jahres sollte aber die Alarmglocken schrillen lassen. Ebenso ein PSA-Wert über sechs, weil dann die Metastasenwahrscheinlichkeit exponentiell wächst.
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